Vorlieben und Bedürfnisse der Heilpflanzen
Dank einer der jeweiligen Heilpflanze entsprechenden Umgebung im Lebenszyklus, die durch das Zusam-menspiel von Schatten und Sonne, flachem oder hügeligem Untergrund, sandiger, lehmiger oder tief-gründiger Erde sowie durch die Nachbarspflanzen und Bäume definiert wird, lernen Gesundheits-Fach-personen wie auch Besuchende die verschiedenen Heilpflanzen besser kennen. Geltende Empfehlungen zum Anbau der Pflanzen werden seit mehr als 16 Jahren überprüft und wissenschaftlich weiterentwickelt. Vorlieben und Abneigungen der Pflanzen werden in der Anlage beobachtet und besser kennengelernt, u.a. durch die Dynamik deren Wachstums, durch geringere oder höhere Anfälligkeit gegenüber Pilzen, Viren und Pflanzen fressenden Lebewesen.
Kennenlernen der Heilpflanzen mit allen Sinnen
Das nähere Kennenlernen der Heilpflanze in ihrer natürlichen Umgebung führt bei den Besuchenden zu einem tieferen Zugang zur Heilpflanze. Name und Beschreibung werden so aus dem trockenen Lehrbuch in die Natur geholt. Die Heilpflanze kann durch Geruch, Berührung und den Wandel in den Jahreszeiten tiefer und umfassender erfasst werden. Für den Unterricht in Heilpflanzenkursen ist dies von grosser Bedeutung. Ein Gefühl für die Heilpflanze entsteht, so dass sie mit Respekt und Vorsicht angewendet und vielleicht ebenfalls gepflanzt werden wird.
Einen Ort der Besinnung auf das eigene Leben
Durch die Pflanzung eines Lebenszyklus mit Torbogen nach jeweils sieben Jahren, spiralig angeordnet, entsteht durch das Begehen ein Gefühl für unser Leben. Alle stehen wir an irgendeinem Ort und blicken zurück und nach vorne. Da Geburt und Tod nahe beieinander liegen im Lebenszyklus, nur durch eine niedere Hecke getrennt, entsteht auch ein Gefühl für unsere Endlichkeit, ein Gefühl von Bescheidenheit und Respekt für das, was wir hier antreffen und nutzen dürfen. Es ist auch ein meditativer, besinnlicher Ort.